Beschreibung des Projektes

Seit Oktober 2011 laufen an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) die mit Mitteln der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche und Provenienzforschung finanzierten Recherchen nach Raubgut, das während der NS-Zeit in die Bibliothek gelangte. Untersuchungsgegenstand sind die Druck- und Handschriften sowie Karten der Zugangsjahre 1933 bis 1945 aus dem Bestand der ehemaligen Sächsischen Landesbibliothek.

Die dabei per Autopsie an den einzelnen Medieneinheiten ermittelten Hinweise auf die Vorbesitzer werden nach dem standardisierten Vokabular des Thesaurus der Provenienzbegriffe (T-Pro) in einer Datenbank erfasst und ausgewertet.

In einem zweiten Schritt findet der Abgleich der eruierten Personen und Institutionen mit hauseigenen Unterlagen, externen Archivalien und Datenbanken statt.

Bei gesicherten Fällen beziehungsweise Verdacht auf NS-Raubgut erfolgt anschließend die Dokumentation der entsprechenden Medien, die Meldung an die Lost Art Internet-Datenbank der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste in Magdeburg sowie die Suche nach den Erben oder Rechtsnachfolgern der vormaligen Eigentümer.