Forschungskoordination

Als zentraler Ansprechpartner zu Fragen unrechtmäßiger Entziehungen von Kulturgut in Deutschland im 20. Jahrhundert und zur Forschungskoordination dieser Bemühungen fungiert das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste. Der Bund, alle Länder und die drei kommunalen Spitzenverbände haben das Zentrum zum 1. Januar 2015 als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Magdeburg gegründet.

Das Hauptaugenmerk des DZK liegt auf dem im Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgut insbesondere aus jüdischem Besitz (sog. NS-Raubgut). Gefördert werden aber auch Projekte, die sich mit Enteignungen in der SBZ/DDR auseinandersetzen sowie Forschungen zum kolonialen Raubgut. Das DZK unterstützt die Provenienzforschung duch finanzielle Zuwendungen und dokumentiert Kulturgutverluste als Such- und Fundmeldungen in der Lost Art-Datenbank.